A lle M ukos R eisen U ebers M eer

Amrum Strand

Bevor ich auf die Insel gefahren bin hatte ich ja schon Bammel davor, was mich so erwarten würde. Gemischte Gefühle, Angst, Vorfreude,…

Anfang Mai gings los Richtung Norden. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Hamburg wieder ab ins Auto und mit der Fähre nach Amrum. Angekommen in der Satteldüne wurden dann auch schon gleich die ersten Bekanntschaften mit den anderen „Mukos“ gemacht. Wie aufregend. Das erste Mal, dass ich Leute kennen lernen sollte, die die gleiche Krankheit haben. Wie die wohl damit umgehen? Wies denen geht? Mir war von vornherein klar, dass ich einer derjenigen sein werde, die noch am fitesten ist, diejenige, die einen „sanften“ Verlauf hat. Würde es mich runterziehen zu sehen, dass es anderen viel schlechter geht als mir und diejenigen vielleicht bereits auf eine neue Lunge angewiesen sind? NEIN! Jeder hat so seine „Probleme“. Der eine mehr, der andere weniger. Aber nichts desto trotz ist jeder auf seine Art und Weise stark. Ich bin echt beeindruckt, wie positiv jeder Einzelne dem Leben und der Krankheit gegenüber steht und das auch austrahlt. Ganz besonders haben mich zwei „Mukine“ aus dem Rheinland und aus Thüringen beeindruckt. Die eine war ganz unten bzw. weiter als das, hat nicht aufgegeben und geht nun so selbstbewusst und positiv durchs Leben, obwohl sie immernoch mit so vielen Dingen zu kämpfen hat. H.J., ich sage dir hiermit: HUT AB und danke für deine Energie, die du versprühst! Und die andere, J.H. (Initialien umgedreht) ist eine wirkliche Freundin geworden, die mir die ganze Zeit über mit Rat und Tat zur Seite stand. Auch dir DANKE und ich bin sehr stolz auf dich, dass du deine Entscheidung in die eine Richtung gedreht hast! Ich bin immer für dich da!

Ich habe viel gelernt, in jeder Hinsicht, es wurden viele offene aber auch bisher nie gestellte Fragen beantwortet. Doch eines ist mir klar geworden. Momentan gehts mir gut, aber jeder Infekt, jede körperliche Beeinträchtigung kann dazu führen, dass ein weiteres Organ versagen oder „krank“ werden kann. Deshalb meine Devise, die sich durch dieses Bewusstsein noch mehr verstärkt: auf sich selbst schauen, das Leben leben und ausschließlich das tun, was einen gut tut. In jeder Hinsicht. Ob im Job, in Freundschaften, in der Familie… Man hat nur dieses eine Leben und es kann (ob krank oder nicht) schneller vorbei sein, als man denkt. Mein Apell: macht Euch Gedanken, was Euch wirklich glücklich macht und wenn Euch Sachen unglücklich machen und nicht erfüllen: ÄNDERT ES! Und wenns mal nicht so rund läuft: niemals aufgeben und kämpfen! ES LOHNT SICH!

Achja: so nebenbei 🙂 : meine LuFu (Lungenfunktion), meine Werte und meine Fitness sind nach oben gegangen, ich bin erholt und einfach nur dankbar, dass diese Reha für mich möglich war. Ich hoffe ich zehre noch lange daraus. Und beim Muko-Spendenlauf habe ich 9km geschafft und dank vieler vieler Unterstützer eine Spende in Höhe von 2300€ für den Muko e.V. erzielen können.

Und zu guter letzt: Ein ganz großes DANKE an alle Bekanntschaften und auch Freundschaften (Mukos und Nicht-Mukos). An alle, die nie aufgeben zu kämpfen und so starke Persönlichkeiten sind. Ich bin stolz eine von 8000 Mukos in Deutschland zu sein! Gemeinsam sind wir stark! Bis nächstes Jahr auf Reha oder irgendwo im Lande, vielleicht auch schon am kommenden Wochenende… 😉

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s